Ministerpräsident Weil besucht Belmer Integrationswerkstatt

 

„Jeder der uns verlässt, hat anschließend ein weiterführendes schulisches oder berufliches Angebot“, erklärte die langjährige Geschäftsführerin Sigrun Rindt dem Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil bei seinem Besuch in der Belmer Integrationswerkstatt. Grundlage dafür sei eine seit 1998 entstandene gute Vernetzung, eine enge und bewährte Zusammenarbeit mit regionalen Diensten und Einrichtungen und vor allem aber die Zusammenarbeit mit Belmer Unternehmen.

Ministerpräsident Stephan Weil war in Begleitung des SPD-Landtagskandidaten Guido Pott gekommen und wurde in der BIW vom derzeitigen Geschäftsführer Gerhard Wienken sowie vom Vorsitzenden der Trägervereins Bürgermeister Viktor Hermeler herzlich begrüßt.

In den Gesprächen wurde deutlich wie mit Engagement und Ideenreichtum, aber auch mit Basisarbeit und pädagogischer Ansprache den überwiegend jungen Leuten eine optimale individuelle Weiterentwicklung ermöglicht werde. So seien es neben fachlichen auch soziale Kompetenzen, die bei vielen Jugendlichen erlernt werden müssten.

Besonders beindruckt zeigte sich der Ministerpräsident vom Erfolg des Sprachkurses für ausländische Frauen, den er im Gespräch mit anwesenden Müttern und deren Kindern hautnah erleben konnte. Hier brachte Bürgermeister Viktor Hermeler die erfreuliche Nachricht mit, dass durch den Belmer Gemeinderat aktuell weitere 20.000 € zur Fortsetzung des Sprachkurses bis ins kommende Jahr bewilligt worden seien.

Trotz inhaltlicher Erfolge, guter Vernetzungen und jahrelanger Erfahrungen wurde aber auch deutlich, wie die Jugendwerkstätten sich immer wieder neu um ihre Finanzierung auch und gerade angesichts aktueller Entwicklungen bemühen müssten. U. a. mit der Folge, dass man mit Zeitverträgen arbeiten müsse und die Beschäftigten rund 20 % weniger als im öffentlichen Dienst üblich verdienten.

Finanzielle Zusagen konnte der Ministerpräsident natürlich nicht machen, äußerte sich aber angesichts solch vorbildlicher Arbeit wie in Belm und des positiven Eindrucks, den er gewonnen habe, dass man sich um die Zukunftssicherung der Jugendwerkstätten kümmern müsse.

 
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